Mit Musik andere Dimensionen entdecken

Shownotes

Die Musikfestspiele Saar laden dazu ein, innezuhalten: zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Gewissheit und Zweifel. In der neuen Folge von “himmelwärts und erdverbunden” spricht Luisa Maurer mit Intendant Bernhard Leonardy über Musik als Resonanzraum für das, was uns bewegt – kulturell, gesellschaftlich und im Glauben. Eine Einladung, mit offenen Ohren und offenem Herzen neue Dimensionen zu entdecken.


Links zur Folge:

Die Musikfestspiele Saar


Das Archiv mit allen Folgen von "himmelwärts und erdverbunden" gibt's hier.


Feedback gerne auch unter podcast@bistum-trier.de.

Transkript anzeigen

00:00:04: Himmelwärts und Erd verwunden.

00:00:06: Der Podcast aus dem Bistum Trier.

00:00:10: Mein Name ist Luisa Maurer, Pastoralreferentin von der Rundfunkarbeit im Bistuum Trier Und in dieser Folge wird es musikalisch.

00:00:19: Im Saarland laufen zurzeit die Musikfestspiele Saar.

00:00:23: Seit neunzehnhundertneunundachtzig sind sie ein fester Bestandteil in der Kulturlandschaft des Saarländes Und dieses Festival bietet mehr als beeindruckende Musik und inspirierende Konzertorte.

00:00:37: Der Standort Saarland grenzt an Luxemburg und Frankreich, das wird als Chance begriffen den europäischen Gedanken zu betonen und Grenzen zu überschreiten – Grenzen zwischen Ländern, Grenzen zur gesellschaftsrelevanten Themen, Grenze Neues zu wagen!

00:00:55: So wählen die Festspiele untypische Konzerthorte fördern Nachwuchskünstlerinnen und Künstler, und haben internationale Musikierende mit dabei.

00:01:06: Prof.

00:01:06: Bernhard Leonardi, Intendant der Musikfestspiele erklärt ...

00:01:11: Die Musikfestspiele sind eine auch persönliche Mission.

00:01:16: den Menschen in dieser Zeit einer gewissen Unkultur zu bringen also die Menschen noch mal einzuladen schöne gemeinsame Erlebnisse zu machen, Konzerte zu hören.

00:01:28: Sich noch mal zutreffen mit Hilfe der Kunst und Kultur auch diesem Gegenwind in der Gegenwart begegnen irgendwo Und wenn man das so schön altmutig sagen darf die Seelen der Menschen irgendwo zu berühren Mit der Musik Das ist ein bisschen die Aufgabe der Musikfestspiele sah und auch so ein bisschen meine kleine Missionen in dieser Sache.

00:01:50: Dabei geben sich die Musikfest Spiele in jedem Jahr einen Motto.

00:01:54: In dieser Saison geht es um ein besonderes Gefühl, das Gefühl dazwischen zu stehen.

00:02:00: Zwischendem was wahr und dem was kommen wird zwischen Hoffnung und Sorge Gewissheit und Zweifel Nähe und Distanz Zwischenden vertrauten und dem noch ungeformten.

00:02:14: in dieser Schwebe gewinne die Kunst eine besondere Bedeutung.

00:02:18: sie hält inne hört zu und schafft Resonanzräume in denen Ambivalenzen nicht aufgelöst, sondern erfahrbar gemacht werden.

00:02:27: Mit dem Motto Zwischenwelten widmet sich das diesjährige Festival einer Gegenwart im

00:02:33: Übergang.".

00:02:44: Die Christen leben ja auch in einer Art Zwischenwelt, wenn man das so will.

00:02:53: Wir versuchen es dann auszufächern, indem wir also Mittelalter-Welten, Höhlenwelten, Himmelswelten verschiedene Ideen haben, wo man nochmal eine ganz besondere Aura erleben kann und sich selbst er tasten und erfüllen kann.

00:03:11: Wo steht man?

00:03:13: Wo will man hin?

00:03:14: Auch die KI-Welten spielen eine Rolle.

00:03:18: Das heißt, die Idee nicht was kann der eine gegen den anderen tun sondern vielleicht was kann die KI am besten?

00:03:24: Was kann der Mensch am besten um solche Dinge positiv zusammenzubringen?

00:03:30: und dann ganz aktuell hatten wir jetzt den Turmbord zu Babel.

00:03:33: also aktueller in dem Zusammenhang geht es kaum.

00:03:37: ich glaube wir haben da ein bisschen auch einen Nerv der Zeit getroffen.

00:03:41: dazu gibt es ein vielfältiges Programm.

00:03:43: Bernhard Leonardi erzählt mir beispielsweise.

00:03:47: Also wir hatten herausragende gerade Vokaleansammel zu Gast, also Watches Aid ist wunderbar, Kangforum Heidelberg.

00:03:55: Noch ein vokaler Höhepunkt steht uns bevor an unserem Abschlusstag dem achtendzwanzigsten sechsten Tenebrae.

00:04:03: Choir man sagt das ist im Moment der Choir der einen am schnellsten den Himmel befördert, also die machen wirklich ganz himmlische wunderbare Musik.

00:04:12: Das Ganze wird begleitet von einem Kulturfest drum um dem Eschermeyer Park in Saarbrücken und die große Kirche St.

00:04:19: Michael.

00:04:20: das wird glaube ich ein schönes Fest wo wir gerade auch andere Kulturen, andere Menschen einladen.

00:04:26: Es gibt Flohmarkt, alles Mögliche von Waffeln bis zum Kinderschminken.

00:04:34: Also verschiedene Sachen spielen da eine Rolle.

00:04:36: Wir haben aber auch noch zwei große Orchesterkonzerte, eins vielleicht ganz besonders.

00:04:42: am vierundzwanzigend sechsten kommt ein Orchester aus Polen zu uns im Zusammenhang mit dem Weimarer Orchesterdreik also die drei Länder Deutschland Frankreich und Polen.

00:04:55: Und das Orchester kommt aus Lodz und hat ein bisschen eine ähnliche Vergangenheit, wie vielleicht viele auch im Saarland vom Bergbau von dieser Tradition herkommen jetzt in eine andere Richtung gehend.

00:05:07: Und diese Arterobinstein-Federmonie die bei uns auftritt mit über hundert Musikern mit einem ganz tollen Programm soll auch ein deutsch-französisch-polnisches Freundschaftsfest werden.

00:05:20: Das sind alle ganz herzlich willkommen!

00:05:22: Musik ist für Bernhard Leonardi verbunden mit existenziellen Fragen des Lebens und hat für ihn auch mehr mit seinem christlichen Glauben zu tun, als man auf den ersten Blick vermuten mag.

00:05:35: Ich denke dass Musik generell eine Dimension im Menschen eröffnen kann die vielleicht sonst oft zu verschlossen bleibt Und ich glaube Musik kann helfen eine andere Dimension zu entdecken über sich hinauszuschauen.

00:05:57: Wozu bin ich hier?

00:05:58: Was ist meine Mission, auch so eine Art Reset zu haben?

00:06:03: nach einem Konzert, glaube ich weiß mal nochmal wie man sich in der Gesellschaft und im Glauben oder auch im Dialog mit anderen Dingen neu bewegt.

00:06:15: Ich glaube das ist schon etwas was fast allen Musikern inne wohnt dieses Entdecken einer gewissen Balance oder einem Zusammenhang mit einen Mitmenschen, durch das Musikieren.

00:06:30: Man versucht irgendwie die Herzen der Menschen zu erreichen und das ist an sich schon sehr viel

00:06:36: Christliches.".

00:06:37: Auch in Zukunft möchte der Intendant der Festspiele weiterhin Musik mit den aktuellen Fragen der Zeit in den Dialog bringen – für ihn spielen Glauben und Kirche dabei keine unwichtige Rolle!

00:06:50: Ich wünsche mir, dass mein wunderbares Team weiter so zusammenbleibt.

00:06:54: Dass wir so absolut verrückte Ideen machen können, verwirklichen können natürlich auch das wir viele neue Freunde finden.

00:07:03: Wir haben einen tollen Förderverein von tausend Leuten die einfach sagen Die Kultur hier im Saarland muss hochgehalten werden Das man einfach ganz viele Menschen Zusammenbringt mit einem Ziel Einfach das schöne gute wertvolle hochzuhalten, auch in wunderbaren Kirchen und christlichen Räumen.

00:07:25: Das sind einfach auch tolle Kontrastpunkte und Gegenpole für die Musik.

00:07:31: Und das ist einfach sehr einladend!

00:07:33: Diese einladende Tür wollen wir aufbrechen und nutzen – und freuen uns auf viele Helfer natürlich auch auf das nötige Geld.

00:07:41: Das ist immer das Problem aber wer nicht wagt, der nicht

00:07:44: gewinnt.".

00:07:45: Dieses Wagner beeindruckt mich mutig und kreativ, nicht schwarz-weiß auf die Welt zu schauen.

00:07:51: Sondern die Zwischentöne wahrzunehmen und dem Alltag zwischendurch kurz innezuhalten.

00:07:57: Dabei können Kunst, Kultur und der Glaube miteinander in Dialog kommen.

00:08:02: Das klingt für mich nach einem guten Motto – Nicht nur für Musikfestspiele!

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