Der Papst und der Präsident

Shownotes

Er sei kein Politiker, betont Papst Leo XIV. Aber dennoch ist der Papst politisch, macht altfried rempe klar in der aktuellen Folge von “himmelwärts und erdverbunden – der Podcast aus dem Bistum Trier”. Zum Beispiel, wenn Leo über Krieg und Frieden spricht. US-Präsident Donald Trump hat das sehr wohl verstanden, doch der Papst lässt sich von Trumps Tiraden nicht beeindrucken. Könnten nicht auch die deutschen Bischöfe so wie Leo klarer Position beziehen - wenn es zum Beispiel um soziale Gerechtigkeit geht und die Schöpfung und Menschen auf der Flucht?


Links zur Folge:

Papst Leo XIV. ist kein Politiker, aber politisch - einige Beispiele aus jüngster Zeit: "Schluss mit Kriegen", Dialog statt Aufrüstung, die Schwächsten unterstützen, "inakzeptable Drohung gegen das iranische Volk".

Über den Streit zwischen Papst Leo XIV. und US-Präsident Donald Trump blogt der ZDF-Vatikanexperte Jürgen Erbacher.


Das Archiv mit allen Folgen von "himmelwärts und erdverbunden" gibt's hier.


Feedback gerne auch unter podcast@bistum-trier.de.

Transkript anzeigen

00:00:04: Ich bin Altfried Rempe, Pastoralreferent und freier Mitarbeiter bei Himmelwärts & Erdverbunden.

00:00:17: Und wundere mich immer wieder mal über mich selbst.

00:00:20: Also genauer gesagt über manche Bewegungen und Regen die ich bei mir selbst bemerke... ...und über die auch andere Leute sich gelegentlich bei mir wundern weil sie sowas ungewöhnlich finden oder unerwartet.

00:00:33: Ungewöhnlich vielleicht, aber sicher begreiflich dass ich mal wieder den Papst lobe.

00:00:39: Weil er immer deutlicher auch politisch redet und dabei zeigt das Kirche und Theologie und das Christentum überhaupt eben auch sehr politisch ist statt nur den einen oder anderen frommen Andachtswinkel zu bedienen.

00:00:53: Und wer mit welcher Äußerung auch immer den fünfundvierzigsten, siebenvierzigsten Präsidenten der USA kritisiert und dabei Recht hat, der oder die kriegt von mir sowieso schonmal hundert Punkte?

00:01:04: Der ist der mächtigste Mann der Welt.

00:01:07: Naja, wenigstens der großartigen US-amerikanischen Welt jedenfalls und das es den getroffen hat, hat er selbst mit seinem Gegenschlag überdeutlich gemacht.

00:01:18: Leo sollte sich als Papst zusammenreißen seinen gesunden Menschenverstand einsetzen aufhören der radikalen Linken nach dem Mund zu reden Und sich darauf konzentrieren ein großer Papst zu sein kein Politiker.

00:01:32: Zitat Ende Und Leo sollte dankbar sein, so der Mann aus dem goldenen Tower wäre ich nicht im Weißen Haus, wäre Leo nicht im Vatikan.

00:01:43: Er stand auf keiner Liste der Papstkandidaten und wurde von der Kirche nur deshalb dort draufgesetzt weil er Amerikaner war und man dachte das wäre der beste Weg um mit Präsident Donald J.T.

00:01:54: umzugehen.

00:01:56: Ach ja jetzt stellt er sich auch noch als der eigentliche Papstmacher auf.

00:02:02: Papst Leo gibt sich ungerührt äußerlich schon mal bewundertswert und inhaltlich auch.

00:02:09: Er hat keine Angst, er hat ausdrücklich den Auftrag das Evangelium zu verkündigen und die Friedensbotschaft an alle immer wieder auszurufen und zu erinnern.

00:02:21: Er ist kein Politiker sagt der Papst schon klar.

00:02:23: aber trotzdem ist er natürlich mit jedem Wort über Krieg und Frieden, über Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit politisch unterwegs und

00:02:32: wahrnehmbar.".

00:02:34: wäre es sogar, wenn er einfach nur die Bibel zitieren würde und speziell das Evangelium.

00:02:40: Und selbstverständlich bespricht der Nicht-Politiker Leo XIV auch die Politik oder jedenfalls das was sich selbst für großartige Politik hält.

00:02:50: Selbstverständlich wird er politisch wo er dem US-Präsidenten theologisch biblisch begründet widerspricht wenn der sich in seinen nächtlichen Ergüssen und KI-Bildern anmaßt, Gott gleich zu sein oder wenigstens dem Jesus zu ähneln, der mit lichten Händen kranke und verwundete heilt.

00:03:10: Selbst im Magakreisen meint man, dass er da wohl zu weit gegangen ist – und wenn es gut läuft, ist das noch ein weiterer Ansehensverlust problematisch für die Wahlen im Herbst!

00:03:24: Der Mann mit der tollen Tolle ist sowieso schon deutlich unbeliebter als Ja, wirklich weniger beliebt als der Papst aus Amerika.

00:03:33: Bislang hat der wohl darauf verzichtet ganz an den Anfang der Bibel zu erinnern und die Geschichte von der Schlange- und vom Baum in der Mitte des Gartens.

00:03:43: Da sagte die Schlange heißt es da?

00:03:46: Nein ihr werdet nicht sterben!

00:03:48: Gott weiß viel mehr.

00:03:49: sobald ihr vom Baum der Erkenntnis est gehen euch die Augen auf.

00:03:54: Ihr werdet wie Gott und er kennt gut und böse.

00:03:59: So fängt die Ur-Sünde der Menschheit an.

00:04:03: Und offenbar hat der Mann im weißen Haus von dieser Erbsünde vor allem geerbt, dass er wie Gott ist.

00:04:10: Gut und böse zu unterscheiden müsste er wohl noch lernen – und vielleicht auch ein bisschen mehr wie Gott zu fühlen statt sich wie Gott zufühlen.

00:04:21: Das genau kritisiert der Papst!

00:04:23: Und natürlich den ständigen Missbrauch von Bibel und Religion, von Gebet und Segensbitte Dass da sogar für jede einzelne Kugel gebetet wird, dass sie ihr Ziel treffen soll – wenn es kein US-amerikanisches Ziel ist bitte schön.

00:04:38: Pure blasphemie ist das!

00:04:40: Das weiß sogar wer religiös unmusikalisch ist und bleibt.

00:04:45: Braucht auch Leo keine Angst zu haben?

00:04:47: Er wird schon verstanden Und selbstverständlich wird niemand wagen ihn aus dem Vatikan zu entführen oder von irgendwo unterwegs zur Kitnappen Obwohl sie ihm ja auch schon gedroht haben mit einer Verbandung wie dem Exil der spätmittelalterlichen Päps den Avignon.

00:05:05: Und auch um eine Wiederwahl.

00:05:06: muss er nicht fürchten, Er ist auf Lebenszeit gewählt und weiß vermutlich dass sehr viele Wählerinnen und Wähler hinter ihm stünden müsste er sich einer Wahl stellen?

00:05:18: Auch deswegen?

00:05:19: vielleicht ist er offenbar auch zuversichtlich für die Rettung der Welt.

00:05:23: Die wird von einer Handvoll Tyrannen zerstört hat er gesagt.

00:05:27: Er hätte die fünf auch beim Namen nennen können, aber das ist bestimmt unnötig.

00:05:32: Sie sind bekannt und sitzen in Nordkorea, Moskau, Tehran und Washington und irgendwo in der weiten Tesla-Welt.

00:05:40: Die Welt wird von einer Handvoll Tyrannens zerstört, aber von Myriaden solidarischer Brüder und Schwestern aufrechterhalten.

00:05:49: Die Kriegsherren tun so, als ob sie nicht wüssten das ein Augenblick genügt um zu zerstören, sagt der Papst.

00:05:56: Das aber oft ein ganzes Leben nicht ausreicht, um wieder

00:05:59: aufzubauen.".

00:06:01: Ich höre dass er da ganz deutlich von Atomwaffen spricht also von der schrecklichsten Kriegswaffe die alles zerstören würde und von den vielen kleinen und großen Zerstörungen wie Sie auch die sogenannten konventionellen Waffen anrichten jeden Tag Und ich hoffe zugleich Mindestens nebenbei auch die Zerstörung im Blick hat, die schon lange sowieso mitläuft sozusagen.

00:06:25: Die Zerstörung der Schöpfung, der Natur von Tier- und Pflanzenwelten, von Luft und Wasser, von Boden und Landschaft – da gehen die Lebensgrundlagen auch für die Menschheit dahin!

00:06:37: Auch die Schöpfung ist täglich Opfer der Kriege und Bürgerkriege überall und auch fast überall wo gerade Friede herrscht tun immer noch viel zu wenige Menschen viel zu wenig um aufzuhalten oder wenigstens zu verlangsamen.

00:06:53: Papst Franziskus hat das immer wieder angesprochen, nicht zuletzt in seiner Enzyklika Lauda Tussi die auch an den großen Franz von Assisi erinnert.

00:07:02: Selbstverständlich war das Theologie und theologische Ethik Und genauso selbstverständlich wollte auch Franziskos auch politisch gehört werden schon weil nur Moral und Ethik politisch sind sobald sie das Leben betreffen also immer.

00:07:21: Ich lobe die beiden Päpste und würde mir wünschen, dass auch die anderen Bische für etwa die Deutschen da ein wenig angstfreier und politischer mitreden würden.

00:07:31: Schon allein weil sie keine Wählerstimmen brauchen oder eben verlieren könnten sind auf Lebenszeit im Amt jedenfalls bis zu einem hohes Alter hinein und können und sollten lauter und deutlicher darüber sprechen wie politisch das Evangelium und der Glaube sind für die Sie und die Kirche

00:07:48: stehen.".

00:07:49: Welche konkreten Folgen das Liebesgebot haben müsste?

00:07:54: Im unmittelbaren Lebensumfeld jedes Menschen natürlich, aber eben auch weltweit bis hin zur Feindesliebe.

00:08:01: Welche komkreten Folgen der biblische Schöpfungsauftrag haben müsste denn Menschen ist die Welt anvertraut damit sie sie bebauen und bewahren.

00:08:10: Sie könnten soziale Gerechtigkeit fordern wie Jesus es getan hat und im Evangelium immer wieder tut.

00:08:17: Könnten widersprechen, wenn der Bundeskanzler meint die Rente würde schon bald nur noch eine Art Grundsicherung sein statt oft mühsam verdienter Generationengerechtigkeit und Solidarität.

00:08:30: Mit der ganzen Kirche könnten Kirchenleute die Einladung immer wiederholen, die schon in der hebräischen Bibel steht Der Fremde, der sich bei euch aufhält soll euch wie ein Einheimischer gelten Und du sollst ihn lieben wie dich selbst.

00:08:46: Ja ich weiß Das ist doch wieder klärikalistisch.

00:08:50: Die Bischöfe sollen sich kritisch äußern, aber dass die Kirche sich selbst eingebrockt.

00:08:55: Wer immer wieder betont hat das eigentlich nur Kläriker und da besonders Bischöffel was zu sagen haben wenn es um wichtige Fragen geht sollte mal davon ausgehen, dass Presse- und Öffentlichkeit insgesamt kirchliche Äußerungen nur dann interessant finden wenn sie aus dem Mund von geweiten Männern kommen wäre auch nochmal ein Thema.

00:09:16: Und diese Kirchenmänner und vermutlich Kirchenleute überhaupt sind da vielleicht ein bisschen zu bürgerlich sozialisiert, und ein bisschen abhängig von politischen und gesellschaftlichen Üsourcen.

00:09:27: Von Geld und anderen Ressourcen an die alle sich gewöhnt haben – jedenfalls hier in Deutschland oder manche Orte in Europa.

00:09:35: Aber dürfen sie sich deswegen weiterhin beinahe unsichtbar machen?

00:09:40: Möglichst wenig stören es mit allen Seiten und Parteien können wollen außerdem ganz rechts?

00:09:47: Oder sollten Sie klare Kante zeigen, auch mal riskieren missverstanden zu werden anzuecken mit der Botschaft von Jesus, der doch neues Leben eröffnet hat.

00:09:57: Der den Menschen ein Leben in Frieden und Gerechtigkeit verheißt in einer gut bewahrten Schöpfung.

00:10:03: Diese Botschaft ist sehr alt – aber doch keineswegs unmodern!

00:10:09: Das ist mein Wunsch und meine Hoffnung.

00:10:11: Motiviert auch von einer Weltlage die inzwischen fast täglich mehr zum Verzweifeln einlädt.

00:10:18: Es ist eine Hoffnung, wie Sie sie in der Trierer Kirche bei ihrem Bistumsfest gerade unbegreiflich nennen!

00:10:25: Ja?

00:10:27: Unbegreife.

00:10:28: ich hoffe auch weiterhin – trotz

00:10:40: allem!

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